Zum traditionellen Tag der Arbeit veranstaltete auch der III. Weg wie nahezu jedes Jahr mehrere Aktionen, darunter auch eine Demonstration in Gera. Zu dieser fanden sich etwas mehr als 200 Neonazis ein. Bereits im Vorfeld der Demonstration hatten sich an Autobahnauffahrten in Glauchau und Erfurt Gruppen von III.Weg Mitgliedern mit Transparenten aufgestellt. Dazu fanden sich etwas weniger als 100 Neonazis in Zeitz zusammen, um eine erste Demonstration dort abzuhalten. Wie schon zum Aufmarsch in Berlin-Marzahn im März, stellten die Neonazis sozialpolitische Themen in den Vordergrund. Auch wenn diesmal nicht der Plattenbau als Feind auserkoren wurde, sind die inhaltlichen Standpunkte der Partei weiterhin wenig tiefgründig und vor allem darauf ausgelegt mit Schlagworten Sympathien in der Arbeiter*innenklasse zu gewinnen. Dass sie dabei außerhalb von sowieso bereits extrem rechts denkenden Personen kaum Anklang finden, war bei den Teilnehmenden der Demonstration offensichtlich. So bestand das Klientel des Aufmarsches fast ausschließlich aus seit Jahren und Jahrzehnten organisierten Neonazis. Einzig die jugendlichen Nachwuchskader der NRJ führen zu einer Vergrößerung der Partei.
Wie zu erwarten nahmen die Strukturen aus Berlin und Brandenburg zentrale Rollen bei den Demonstrationen in Zeitz und Gera wahr. So waren insbesondere der Bundesvorsitzende der Partei Matthias Fischer, der Berliner Stützpunktleiter Oliver Oeltze und der Jugendleiter Erik Storch mit Aufgaben bei der Demonstration vertraut. Neben Fischer sprachen Julian Bender und Nick Mauser zu den Versammelten. Der Ordner- und Sicherheitsdienst, sowie die alle anderen Rollen innerhalb der Demonstration waren fast deckungsgleich zum Aufmarsch in Berlin-Marzahn. Larsen Aslan war wie bei den letzten Aufmärschen erneut außerhalb der eigenen Demonstration aktiv und fertigte Bilder von Gegendemonstrant*innen an.
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