Am 19.September führte die Neonazi Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen Infostand in der Kleinstadt Rheinsberg im Landkreis Ostprignitz-Ruppin durch. An dieser Veranstaltung beteiligten sich 7 Mitglieder der Partei, das Interesse am Stand hielt sich bei den vorbeilaufenden Passanten sichtbar in Grenzen. Eine Rede beim Infostand hielt Ronny Bresch. Dieser gehörte vom Juli 2024 bis zu seinem Rücktritt im Januar diesen Jahres der AfD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung in Kyritz an. Bekannt wurde Bresch vor allem wegen einer Ermittlung gegen ihn aufgrund von möglichem Wahlbetrug. So hatte er scheinbar zur Wahl keinen gültigen Wohnsitz in Kyritz. Inhaltlich scheint Bresch sich nun der offen den Nationalsozialismus verherrlichenden Partei „Der III. Weg“ angeschlossen zu haben. Bereits am 25. Juli war er Redner auf einer Kundgebung der Partei in Kyritz. Schon bei dieser Veranstaltung trat er in Parteikleidung des III. Weg auf. Ideologische Überschneidungen zwischen der AfD und dem III.Weg sind vielfältig. Dabei sollte aber nicht übersehen werden, dass der Schritt von einer sehr erfolgreichen rechten Partei zu einer bei Wahlen unbedeutenden neonazistischen Kleinstpartei eine ideologische Radikalisierung offenbart. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Bresch länger Teil der Partei bleibt und stärker in die Strukturen eingebunden wird. Auch weil die AfD die komplette rechte Wählerschaft hinter sich weiß und andere Parteien bis auf weiteres keine Aussicht auf Erfolg haben.
Neben Ronny Bresch betreuten die seit Jahren aktiven Parteimitglieder Lutz Meyer (2), Patrick Dühmke (3), Enrico Stiebitz (4), Isabel Paetz (5), Kevin Fijalkowski (6) und Lilith Evler (7) den Infostand. 50 Antifaschist*innen protestierten lautstark gegen den Infostand und stellten diesen damit nicht nur zahlenmäßig in den Schatten.